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Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG: Klar positives Jahresergebnis 2009 trotz Einbruchs der Oilfield Service-Industrie – Dividendenvorschlag EUR 0,50 nach EUR 0,75 

Ternitz/Wien, 10. März 2010. Die im ATX der Wiener Börse notierte Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) gibt anlässlich der Bilanzpressekonferenz die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2009 bekannt. Trotz eines extrem schwierigen Marktumfelds konnte SBO 2009 ein klar positives Jahresergebnis erwirtschaften. 

Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2009 betrug MEUR 251,6 nach MEUR 388,7 im Rekordjahr 2008, ein Rückgang von 35,3 %. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) lag mit MEUR 61,5 um 46,1 % unter dem Vorjahreswert von MEUR 114,2. Das Ergebnis vor Steuern sank um 71,6 % auf MEUR 23,5 nach MEUR 82,5 im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern erreichte MEUR 15,3, minus 74,0 % gegenüber MEUR 58,8 im Jahr 2008. Die EBIT-Marge von 11,2 % und die EBITDA-Marge von 24,4 % im Geschäftsjahr 2009 sind angesichts eines Rezessionsszenarios als Achtungserfolg zu werten.  

Der Vorstand wird der kommenden Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von EUR 0,50 (nach EUR 0,75) je Aktie vorschlagen. Auf Basis des aktuellen Börsekurses ergibt das eine Dividendenrendite von rund 1,3 %. 

„Das Geschäftsjahr 2009 war für SBO das bisher herausforderndste Jahr. Wir mussten innerhalb weniger Wochen unser Geschäft von einer mehrjährigen Vollgasfahrt mit maximaler Drehzahl auf eine Langsamfahrt mit einer Drehzahl knapp über Leerlauf abbremsen. Dabei war es unser Ziel, die Substanz unseres Unternehmens und die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in unsere Mannschaft abzusichern, um für einen einsetzenden Aufschwung jederzeit gerüstet zu sein“, kommentiert SBO Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann das Geschäftsjahr 2009. „Wir erwarten ein Wiederanspringen der Nachfrage in der Oilfield Service-Industrie, sobald die Konjunktur und damit die Nachfrage nach Öl wieder deutlich anzieht. SBO hat den Einbruch 2009 gut gemeistert und ist startklar, um einen neuen Aufschwung bestmöglich zu nutzen“, so Grohmann weiter zu den Aussichten des Unternehmens.  

Marktentwicklung 2009

Im Jahr 2009 kam es in Folge der internationalen Rezession erstmals seit 1981 zu einem Rückgang des weltweiten Energieverbrauchs. Die International Energy Agency (IEA) gibt an, dass die globale Ölnachfrage von 86,2 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2008 auf 84,9 Millionen Barrel pro Tag 2009 sank. Auf Grund des dadurch entstandenen Überangebotes an Rohöl am Weltmarkt reduzierten die Ölgesellschaften umgehend ihre Explorations- und Produktionsbudgets. 

Der weltweite Rig Count, eine wichtige Maßzahl für die Aktivitäten der Oilfield Service-Industrie, sank im Mai 2009 auf den Tiefstand von 1.983 Einheiten, was gegenüber dem Höchstwert des Jahres 2008 von 3.557 Rigs eine Abnahme um 44 % bedeutet. Dies war der stärkste Einbruch seit den 1980er Jahren. 

Umfassendes Maßnahmenpaket in Kraft gesetzt

SBO reagierte mit einem umfassenden Maßnahmenpaket auf die veränderten Rahmenbedingungen und die dadurch bedingten, erheblichen Auftragsrückgange. Es wurden Kosteneinsparungsmaßnahmen umgesetzt, Investitionsausgaben gekürzt oder verschoben und durch das Insourcing von Leistungen der Auftragsrückgang teilweise kompensiert. Als Ziel wurde definiert, durch die Sofortmaßnahmen rund MEUR 25 p.a. einzusparen. Dieses Ziel wurde im Jahresverlauf zu einem Großteil erreicht und trug wesentlich dazu bei, dass SBO ein klar positives Jahresergebnis erwirtschaften konnte.  

Der Auftragseingang des Jahres 2009 betrug insgesamt MEUR 111,1 (nach MEUR 367,3 im Jahr zuvor), der Auftragsstand zu Jahresende war MEUR 76 (nach MEUR 214 zu Ende des Geschäftsjahres 2008). Der Auftragsrückgang betraf grundsätzlich alle Segmente und alle Weltregionen. Weniger stark betroffen war das Bohrmotorengeschäft der SBO-Tochtergesellschaft BICO Drilling Tools Inc., wo die Rückgänge nur moderat ausfielen. Hier profitiert SBO nach wie vor von der hohen Akzeptanz des neuen Bohrmotors „Spiro Star“.  

Die Service & Supply Shops mussten auf Grund der stark rückläufigen Bohrtätigkeit ebenfalls Auftragsrückgänge verkraften. Vergleichsweise positiv entwickelte sich die SBO-Niederlassung in Russland, wo im Gegensatz zu anderen Regionen ein relativ hohes Niveau an Aktivitäten verzeichnet wurde.  

Die SBO-Aktie: Plus 42,9 % im Jahresverlauf 2009

Die SBO-Aktie startete in das Börsenjahr 2009 mit einem Kurs von 23,50 EUR je Aktie und entwickelte sich ähnlich wie der ATX. Im Verlauf des Jahres stieg sie um 42,9 % auf 33,59 EUR je Aktie zu Jahresende. Das Jahrestief betrug am 9. März 2009 18,78 EUR je Aktie, am 16. Oktober 2009 erreichte die Aktie mit 35,72 EUR ihr Jahreshoch. 

Im Jahresverlauf verbesserte die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ihre Reihung im ATX von Rang 16 im Jänner auf Rang 14 im Dezember 2009. 

Ausblick 2010

Für 2010 wird grundsätzlich wieder ein leichter Anstieg der Ölnachfrage gegenüber 2009 erwartet. Das Ausmaß wird davon abhängen, wie rasch und wie stark die wirtschaftliche Erholung, vor allem in den USA, voranschreiten wird und mit welcher Dynamik China weiter wächst. 

Der aktuelle Ölpreis und der leichte Nachfrageanstieg lassen darauf schließen, dass die Explorations- und Produktionsinvestitionen der Ölgesellschaften 2010 weiter ansteigen werden, vorausgesetzt die langsam einsetzende globale Konjunkturerholung setzt sich weiter fort. 

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment erwartet für die ersten Monate 2010 eine Fortsetzung der Konsolidierung des Geschäftsniveaus. Die im Vorjahr gesetzten Maßnahmen zur Kapazitätsreduktion waren aus heutiger Sicht ausreichend. SBO könnte auch eine längere Phase stagnierender oder nur leicht steigender Auftragseingänge in der aktuellen Struktur gut bewältigen. Dies wird durch die gesunde Bilanzstruktur, eine niedrige Verschuldung und die gute Liquidität untermauert. 

Als substanzstarkes Unternehmen mit einer herausragenden Marktposition beobachtet SBO zudem den Markt für Unternehmensakquisitionen auf mögliche Opportunitäten. Auf alle Fälle ist SBO heute schon bestens gerüstet, bei einem Anspringen des Marktes vom ersten Moment an den Aufschwung voll nutzen zu können. Der Eintritt dieses Aufschwunges ist auf Grund der fundamentalen Gegebenheiten des Öl- und Gasmarktes gewiss. Der Zeitpunkt hängt von der Dynamik und der Nachhaltigkeit des globalen Aufschwunges ab und ist aus heutiger Sicht daher noch ungewiss. Mittel- bis langfristig werden die immer aufwändigere Suche nach neuen Ölquellen sowie die rückläufigen Produktionsraten der bestehenden Ölfelder unausweichlich zu einem weiteren kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage nach Hochpräzisions-Komponenten für die Oilfield Service-Industrie führen. 

Wichtige Kennzahlen:

 

 

 

 

 

2009

2008

Umsatz

MEUR

251,6

388,7

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA)

MEUR

61,5

114,2

EBITDA-Marge

%

24,4

29,4

Betriebsergebnis (EBIT)

MEUR

28,2

88,0

EBIT-Marge

%

11,2

22,6

Ergebnis vor Steuern

MEUR

23,5

82,5

Cashflow aus dem Ergebnis

MEUR

49,9

89,1

Investitionen in Sachanlagen

MEUR

32,6

45,8

Gewinn je Aktie

EUR

0,96

3,69

Dividende je Aktie

EUR

0,50*

0,75

Mitarbeiter

Anz.

1.056

1.394

* vorgeschlagen

 

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigt weltweit 1.056 Mitarbeiter (31.12.2008: 1.394), davon in Ternitz/Niederösterreich 314 und in Nordamerika (inkl. Mexiko) 447. 

Rückfragehinweis: 
Gernot Bauer, Head of Investor Relations
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG
A-2630 Ternitz, Hauptstraße 2
Tel: +43 2630/315 DW 250, Fax: DW 501
E-Mail: g.bauer@sbo.co.at
 

SBO-Finanzkalender 2010

28.04.2010

Hauptversammlung

12.05.2010

Ex-Tag, Dividendenzahltag

19.05.2010

Ergebnis 1. Quartal 2010

18.08.2010

Ergebnis Halbjahr 2010

17.11.2010

Ergebnis 3. Quartal 2010


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