Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG: Vorsichtige Investitionspolitik der Kunden prägt erstes Quartal 2013 – Marktumfeld anhaltend intakt


Ternitz/Wien, 23. Mai 2013. Das erste Quartal 2013 der im ATX der Wiener Börse notierten Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (SBO) war von einer vorsichtigen Investitionspolitik der SBO-Kunden geprägt, die sich bereits im Verlauf des zweiten Halbjahres 2012 abzeichnete. Der Umsatz sank im Vergleich zum ersten Quartal 2012 leicht um 4,0 % von MEUR 120,6 auf MEUR 115,8. Das operative Ergebnis (EBIT) ging auf MEUR 23,2 (nach MEUR 28,1 im ersten Quartal 2012) zurück. Dies entsprach einer EBIT-Marge von 20,0 % (nach 23,3 %). Das Ergebnis vor Steuern sank von MEUR 25,8 auf MEUR 20,5, das Ergebnis nach Steuern von MEUR 17,8 auf MEUR 14,2. Der Quartalsgewinn je Aktie lag bei EUR 0,88 (nach EUR 1,11 im ersten Quartal 2012).

Der Ertragsrückgang war auf die im Jahresvergleich gesunkene Kapazitätsauslastung, die damit verbundenen geringeren Skaleneffekte sowie selektive Preisanpassungen bei einzelnen Produkten zurückzuführen.

„Unser Marktumfeld ist angesichts des kontinuierlichen Wachstums der Öl- und Gasnachfrage bei einem anhaltend hohen Ölpreis intakt. Unsere Kunden schätzten allerdings die Marktlage im Vorjahr zu optimistisch ein, was zu Überbestellungen bei Tools für die Oilfield-Service Industrie im ersten Halbjahr 2012 führte. Um ihre Lagerbestände zu optimieren, reduzierten die Unternehmen nun ihre CAPEX-Ausgaben und investierten eher in die Reparatur von Tools als in Neuanschaffungen“, kommentiert SBO-Vorstandsvorsitzender Gerald Grohmann den jüngsten Geschäftsverlauf. Betroffen waren davon vor allem Hochpräzisions-Bohrstrangteile (High Precision Components). Die Produktgruppe Downhole-Tools, Ölfeldausrüstung und Service entwickelte sich trotz einer rückläufigen Bohrtätigkeit in Nordamerika anhaltend positiv.

Die aktuelle Investitionspolitik der Kunden spiegelte sich im Auftragseingang des ersten Quartals wider, der mit MEUR 93,3 hinter dem außerordentlich starken Q1 2012 mit MEUR 129,2 zurückblieb, aber einen leichten Anstieg gegenüber Q4 2012 bedeutete.

Die Investitionen in Sachanlagevermögen im ersten Quartal 2013 betrugen MEUR 9,1 (nach MEUR 9,8 im ersten Quartal 2012). Am Standort Ternitz wird derzeit um MEUR 54 ein neues Bearbeitungszentrum für amagnetische Oilfield Service-Bohrstrangkomponenten errichtet. Mit der Montage der ersten Maschinen wird zu Jahreswechsel 2013/14 gerechnet. Weiterer Investitionsschwerpunkt war der Ausbau der Mietflotte für Bohrmotoren und Circulation Tools.

Ausblick

Für das Jahr 2013 rechnet die IEA mit einer durchschnittlichen globalen Ölnachfrage von 90,6 Millionen Barrel pro Tag bzw. einem Anstieg von 0,9 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist die Basis für eine stabile Entwicklung der Oilfield-Service Industrie. Die Bohraktivitäten befinden sich weltweit auf hohem Niveau. Es gibt derzeit keine Anzeichen, dass die für 2013 erwarteten hohen Investitionen in Exploration und Produktion von Öl und Gas gekürzt werden.

In den kommenden Monaten ist daher mit einem weiteren sukzessiven Lagerabbau von Hochpräzisionskomponenten bei den Kunden der SBO zu rechnen. Damit sollte bei anhaltender Bohrtätigkeit ein Anstieg der Neubestellungen verbunden sein. Allerdings ist noch nicht klar absehbar, wie rasch dieser Lagerabbau vor sich gehen wird.

SBO ist durch ein Höchstmaß an Flexibilität optimal auf alle Szenarien vorbereitet. Durch das laufende Investitionsprogramm legt SBO jedenfalls heute schon den Grundstein für ein mittelfristig erwartetes, weiteres dynamisches Nachfragewachstum. Ein gesundes Bilanzbild mit niedriger Verschuldung und anhaltend hohem Cashflow unterstreicht die mittel- und langfristig positiven Wachstumsaussichten der SBO.


Tabelle der wichtigsten Kennzahlen im Vergleich

 
 
1-3/2013
1-3/2012
Veränderung
Umsatz
in MEUR
        115,8
         120,6
          - 4,0 %
EBIT
in MEUR
          23,2
           28,1
        - 17,6 %
EBIT-Marge
in %
          20,0
           23,3
             - 
Ergebnis vor Steuern
in MEUR
          20,5
           25,8
        - 20,3 %
Ergebnis nach Steuern
in MEUR
          14,2
           17,8
        - 20,3 %
EPS *
in EUR
          0,88
           1,11
        - 21,0 %
Mitarbeiter **
in Anz.
        1.569
         1.506
         + 4,2 %


* auf Basis der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl
** Stichtag 31.03.


Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG ist Weltmarktführer bei Hochpräzisionsteilen für die Oilfield Service-Industrie. Schwerpunkt sind amagnetische Bohrstrangkomponenten für die Richtbohrtechnologie. SBO beschäftigte per 31.03.2013 weltweit 1.569 Mitarbeiter (31.12.2012: 1.591), davon in Ternitz/Niederösterreich 454 und in Nordamerika (inkl. Mexiko) 616.


Rückfragehinweis:

Florian Schütz, Head of Investor Relations
Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG
A-2630 Ternitz, Hauptstraße 2
Tel: +43 2630/315 DW 251, Fax: DW 501
E-Mail: f.schuetz@sbo.co.at


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